Der Hafen von Hörte blickt auf eine lange und bedeutende Geschichte zurück und ist bis heute ein markanter Bestandteil der schonischen Küstenlandschaft. Ursprünglich nutzten die örtlichen Bauern den Platz für den saisonalen Fischfang. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich daraus ein kleines Fischerdorf mit dauerhaftem Charakter.

Im Laufe der Jahre veränderte sich das Gebiet deutlich. In den 1870er Jahren ließ der Grundbesitzer von Dybäck einen neuen Hafen anlegen, indem der Fluss Dybäcksån ausgehoben wurde. Der ursprüngliche Hafen versandete nach und nach. Mitunter wird spekuliert, dass Hörte einst als Anlegeplatz der Wikinger gedient haben könnte – eine Annahme, die jedoch bislang nicht bestätigt wurde.
Bis 1969 gehörte der Hafen zum Fischereiverein der Aalfischer im Kreis Malmöhus (Malmöhus Läns Ålfiskarförening). Anschließend ging er in den Besitz eines gemeinnützigen Hafenvereins über, der die Anlage bis heute betreibt und das besondere kulturelle Umfeld bewahrt.
Heute liegt Hörte inmitten einer besonders malerischen Umgebung. Obwohl das ehemalige Fischerdorf nicht mehr existiert, erinnert der Hafen weiterhin eindrucksvoll an die Geschichte des Ortes.
Die Umgebung des Hafens ist reich an Vogelarten und zieht viele Naturfreunde an. Ein öffentlich zugängliches Vogelbeobachtungshaus bietet hervorragende Möglichkeiten, die Zugvögel im Frühling und Herbst zu beobachten – darunter Gänse, Enten und verschiedene Watvögel.
Ein besonderer Gast ist der Bergpieper, der im Winter häufig auf den Uferwiesen zwischen Hörte und Bingsmarken anzutreffen ist.
Die Feuchtgebiete bei Bingsmarken beherbergen eine bemerkenswerte Flora. Hier wachsen unter anderem Bach-Nelkenwurz, Knöllchen-Steinbrech, Wiesen-Schaumkraut und Sumpf-Hornklee. Besonders hervorzuheben ist die Trauben-Trespe – eine seltene Grasart, die in Schonen nur an diesem Standort vorkommt.
Östlich des Hafens, entlang der Küstenstraße und des steilen Ufers, steht eine künstliche Ruine, ein Giebel aus grauem Stein und Ziegeln. Die Ruine wurde 1907 vom Gutsbesitzer Albert Balzar Wallis vom Schloss Dybäck errichtet – als Erinnerung an das ehemalige Hörtehus, ein Lagerhaus aus der Hansezeit. In der Romantik des 19. Jahrhunderts war es auf Gutshöfen und Schlössern nicht ungewöhnlich, künstliche Ruinen zu bauen.
Östlich des Hafens und der Mündung des Dybäcksån erstreckt sich der Wald von Hörte – Schwedens südlichster Laubwald. Hier wachsen mehrere Baumarten wie Eiche, Kastanie, Ahorn und Buche. Der Wald und die umliegenden Gebiete bieten wertvolle Lebensräume, insbesondere für die Vogelwelt.
Hjälpte informationen på den här sidan dig?